Warum erfolgreiche M&A-Transaktionen Führung brauchen und nicht von Juristen gesteuert werden dürfen

von Stefanie Laura Wurzer, Managing Director & Partner, BlackSwan Capital

Bei BlackSwan begleiten wir M&A-Transaktionen seit vielen Jahren auf Käufer- und Verkäuferseite. Über alle Sektoren, Deal-Größen und Konstellationen hinweg zeigt sich dabei ein wiederkehrendes Muster:

Transaktionen scheitern selten an juristischen Risiken.
Sie scheitern an fehlender Führung im Prozess.

Ein besonders kritischer Fehler tritt immer dann auf, wenn Anwälte nicht mehr absichern, sondern steuern.

M&A ist ein Führungsprozess kein juristisches Projekt

Juristische Expertise ist in jeder Transaktion unverzichtbar. Verträge müssen präzise, belastbar und durchsetzbar sein. Genau dafür braucht es exzellente Anwälte.

Was M&A jedoch nicht ist: ein rein juristisch getriebenes Projekt.

Eine erfolgreiche Transaktion erfordert:

  • klare wirtschaftliche Prioritäten
  • Entscheidungsfähigkeit unter Unsicherheit
  • strukturierte Verhandlungsführung
  • Prozessdisziplin und Geschwindigkeit
  • ein tiefes Verständnis der Interessen aller Parteien

Diese Anforderungen liegen außerhalb der klassischen juristischen Ausbildung. Nicht aus Mangel an Qualität, sondern aus funktionaler Spezialisierung.

Wenn Anwälte führen verliert der Deal an Momentum

In Mandaten, in denen BlackSwan erst spät eingebunden wird oder Prozesse übernimmt, beobachten wir häufig dieselben Symptome:

  • Fehlende Priorisierung
    Juristisch saubere, aber wirtschaftlich irrelevante Punkte dominieren die Diskussion.
  • Übergewichtung von Worst-Case-Szenarien
    Risiken werden isoliert betrachtet, ohne strategische oder ökonomische Einordnung.
  • Verhandlung auf Positionen statt Lösungen
    Juristische Argumentation ersetzt wirtschaftliche Verhandlung.
  • Verlust von Momentum
    Iterationen, Kommentare und Gegenkommentare bremsen den Prozess.
  • Deal-Fatigue auf allen Seiten
    Nicht aufgrund der Deal-Struktur, sondern wegen der Prozessführung.

Oder, wie es unser CEO auf den Punkt bringt:

„Anwälte sind dafür da, einen Deal rechtlich abzusichern nicht ihn zu führen.
Sobald juristische Logik die wirtschaftliche Logik ersetzt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein guter Deal scheitert.“

Martin Wolfram Steininger, CEO BlackSwan Capital

In vielen Fällen ist der Deal zu diesem Zeitpunkt wirtschaftlich noch sinnvoll, aber emotional bereits verbraucht.

Die Rolle von BlackSwan als M&A Advisor

Unser Ansatz bei BlackSwan ist klar:
Transaktionen brauchen Führung.

Wir verstehen M&A nicht als Dokumentenprozess, sondern als integrierten Entscheidungs- und Verhandlungsprozess. Unsere Aufgabe ist es, diesen Prozess zu strukturieren, zu priorisieren und zielgerichtet zum Abschluss zu bringen.

„Ein erfolgreicher M&A-Prozess braucht jemanden, der das große Bild im Blick behält, wirtschaftliche Prioritäten setzt und den Mut hat, Entscheidungen herbeizuführen. Genau das ist die Rolle eines erfahrenen M&A Advisors.“
Csaba Csedő, Head of International Business Development, BlackSwan Capital

Als M&A Advisor übernehmen wir die Steuerung des gesamten Prozesses:

  • von der strategischen Vorbereitung
  • über die Strukturierung und Positionierung
  • bis hin zur Verhandlung und Umsetzung

Wir priorisieren Themen, setzen den Takt, moderieren Interessen und sorgen dafür, dass Diskussionen dort geführt werden, wo sie Wert schaffen.

Anwälte binden wir gezielt dort ein, wo sie den größten Mehrwert liefern:
bei Struktur, rechtlicher Umsetzung und Absicherung der wirtschaftlichen Einigung.

Klare Rollen schaffen bessere Ergebnisse

Aus unserer Erfahrung entstehen erfolgreiche Transaktionen nur dann, wenn die Rollen eindeutig definiert sind:

  • Prozessführung & Verhandlung:
    BlackSwan als M&A Advisor
  • Strategische Entscheidungen:
    Eigentümer und Management
  • Rechtliche Absicherung:
    Juristische Berater

Diese Struktur ist kein Machtanspruch, sondern funktionale Notwendigkeit. Sie schafft:

  • Geschwindigkeit ohne Sorglosigkeit
  • Klarheit ohne Eskalation
  • und Lösungen statt Blockaden

Fazit: Führung schlägt Perfektion

M&A ist kein juristisches Optimierungsproblem, sondern ein Entscheidungsprozess unter Unsicherheit.
Rechtliche Perfektion ohne Führung führt selten zum Abschluss.

„Der beste Vertrag der Welt ist wertlos, wenn der Deal nicht zustande kommt. Unsere Aufgabe ist es, Transaktionen zum Abschluss zu führen nicht sie theoretisch perfekt zu machen.“
Stefanie Laura Wurzer, Managing Director & Partner, BlackSwan Capital

Anwälte sind ein zentraler Bestandteil jeder erfolgreichen Transaktion.
Aber sie sind Absicherung, nicht Steuerung.

Oder, wie wir es bei BlackSwan formulieren:

Never ever let your lawyer into the driver’s seat.
But never drive without them.


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